Koi Story

Nehmen wir die Herausforderung an, oder bleiben wir so, wie wir sind?

9. Januar 2018

Das Jahr 2003 begann wie alle anderen vorher auch. Intensive Vorbereitungen für die neue Saison, Füllen des Lagers, abstimmen mit den Lieferanten, neuer Katalog. Es gab genug zu tun. Zusätzlich hatten wir uns vorgenommen auf der Interkoi zum ersten Male auszustellen.

Was wir von da an lostreten würden, darüber hatten wir uns nicht im geringsten Gedanken machen können. Im Laufe des letzten Jahr bekamen wir einen ganz ordentlichen Bekanntheitsgrad, aber wir sind nie persönlich in Erscheinung getreten. Die wenigsten Kunden haben uns in Neuberg besucht, kannten uns persönlich, wir waren schlicht der Discounter, der verschickt.

Und nun geht er auch noch auf die Interkoi. Wir ließen einen Stand schlicht hinstellen und ein Großhändler bestückte diesen mit seinen Filteranlagen. Der Rest wurde mit einem Sprinter nach Rheda Wiedenbrück gekarrt. Die Familie und Freunde komplettierten das kleine Team und so sah der erste Messestand recht passabel aus. Während des kompletten Aufbaus wurden wir von allen Seiten beobachtet, man kannte uns nicht. Fast hätten wir es vergessen, das Firmenschild stand in der Ecke und nachdem dieses enthüllt wurde ging ein Raunen durch die Halle, „Jetzt kommt der auch noch hierher.“

Wie sollte es anders kommen, auch diese Messe wurde ein Erfolg. Wir hatten nichts  verkauft, sondern lediglich Bestellungen aufgenommen und versprachen in den nächsten Tagen die Waren zu versenden. Wir konnten die Kunden davon überzeugen, ohne zu schleppen die Messe wieder zu verlassen. Zu Hause wieder angekommen, hatten wir dann aber ganz ordentlich zu tun, alles abzuarbeiten. Unser äußeres Erscheinen war spartanisch aber sauber, unsere persönliche Darstellung aber sehr professionell, so dass diese Messe uns einen weiteren Schub für die Zukunft gab. Ausschlaggebend war die hohe Fachkompetenz dank der Mitarbeiter unseres Großhändlers, unserer Freunde und nicht zuletzt unserer Mitarbeiter. Hier wurde beraten und nicht verkauft. Der Verkauf stellt sich zwangsläufig ein.

Schon im Laufe des Jahres 2003 stellte sich heraus, dass das vorhandene Lager wieder einmal zu klein werden würde. Wir stießen an unsere Kapazitätsgrenzen, zogen in die Räume Zwischendecken ein und holten heraus, was das Gebäude hergab. Wir konnten tun, was wir wollten, es wurde schlicht zu klein. So machte ich mich auf die Suche nach einem Ersatz, konnte aber in unmittelbarer Nähe nichts Brauchbares finden. Alles was uns angeboten wurde, war schlicht zu groß. Was sollen wir, die ein 300m² Lager aufgebeben wollten, mit einer 1000 m² Halle und einem Grundstück von 5000m². Das ist doch alles viel zu groß. Weil ich aus meinem beruflichen Erfahrungen wusste, was passieren kann, traf ich eine damals eine richtungsweisende Entscheidung:

Es wurde die Jahnstraße 10 in 63505 Langenselbold gekauft. In der gesamten zweiten Häfte des Jahres 2003 wurde das Gebäude saniert und für uns umgebaut. Zum Ende des Jahres wurde aus der Einzelhandelsfirma mit Wirkung zum 1. Januar 2004 die Koi Discount GmbH. Von einem unserer Großhändler kam zu diesem Zeitpunkt ein weiterer kompetenter Mitarbeiter, der im Büro viele Jahre tätig war und wir konnten im Lager einen Mitarbeiter verpflichten, der heute noch bei uns beschäftigt ist. Glück muss man haben und das hatten wir wirklich. Aber wir waren fest davon überzeugt, Glück hat letztendlich nur der Tüchtige. Wir wurden ab 2004 zu einer richtigen Firma, immer noch personell übersichtlich aufgestellt, aber mit einem phantastischen Lager, wir wussten damals noch nicht, was das bedeuten sollte.

Wir hatten die Herausforderung angenommen und wollten nun sehen, was das erste Jahr 2004 bringen sollte.

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